Roamingtarife
Die meisten Menschen fahren in den Urlaub, genießen die Sonne und erholen sich. Sie schalten ab, vergessen ihre Alltagssorgen und den Arbeitsstress. Doch die wenigsten klinken sich vollkommen aus ihrer normalen Welt aus und nehmen ihr Mobiltelefon mit. Für sie ist es selbstverständlich, jederzeit von Freunden und Verwandten erreichbar zu sein, selbst im Urlaub. Einige nehmen das Handy aber auch nur aus Sicherheitsgründen mit, wenn daheim ein Notfall stattfindet, oder sie selbst im Ausland irgendwie verloren gehen, auch andere Gründe werden bei Umfragen oft genannt.
Doch für die Menschen, welche tagtäglich – auch im Ausland – telefonieren, kann das Handy den Urlaubspreis schnell verdoppeln, denn außerhalb des eigenen Landes, können diese Geräte schnell zu einer wahren Kostenfalle mutieren. Dies stellen die meisten Urlauber erst am Ende des Monats fest, wenn sie auf der Rechnung sehen, dass sie sogar für eingegangene Gespräche ordentlich zahlen müssen und auch der Abruf der Mailbox nicht kostenlos war. Der Grund dafür sind die Roaming-Kosten, welche im Ausland fällig sind.
Diese Kosten kommen auf, weil die Netzanbieter für das Ausland spezielle Verträge mit ausländischen Netzbetreibern abschließen müssen, welche die Gespräche weiterleiten und über ihr Netz ablaufen lassen. Dies wiederum kostet den Inlandsnetzanbietern Geld, weshalb sie, um diese Kosten auszugleichen, mehr Geld von den Nutzern verlangen müssen. Diese sogenannten Roamingtarife sind heutzutage normalerweise in allen Tarifverträgen enthalten. Die meisten Netzbetreiber schicken beim Verlassen des Inlandes, also den Wechsel in ein ausländisches Netz, eine Auflistung der Preise für Nachrichtendienste und Anrufe, per SMS. Um die Standardpreise zu umgehen, ist es möglich, Roaming-Optionstarife zu buchen. Für diesen Tarif zahlt man einen festen Betrag, welcher beispielsweise eine gewisse Anzahl an Gesprächsminuten – egal, ob es sich dabei um eingehende oder ausgehende Gespräche handelt – gutschreibt. Eine kostengünstige Alternative zum Telefonieren stellen die SMS und MMS dar, denn diese sind oft relativ preiswert.
Seit der Festlegung der Roamingtarife durch die EU ist auch das Telefonieren innerhalb des EU-Auslands nicht mehr ganz so teuer. Doch wenn die Preise größerer Anbieter begutachtet werden, so stellt man schnell fest, dass diese den Preis nur wenig geringer als das EU-Maximum angesetzt haben. Also wird man schnell feststellen, dass die Roaming-Preise noch immer äußerst hoch sind und das Telefonieren im Ausland noch immer nicht zu empfehlen ist. Wer sich des Öfteren im Ausland aufhält, sei es nun aus privaten oder geschäftlichen Gründen, der sollte beim Abschluss eines Handyvertrages, oder dem Erwerb eines Prepaid-Handys, den Roaming-Kosten besondere Aufmerksamkeit schenken. Denn dies kann sich zugunsten des Geldbeutels auswirken. So kann man auch den nächsten Auslandsuralub (Besp: Ferienhäuser Dänemark) ohne Bedenken und mit etwas Rücksicht auf die Preise starten und genießen.